Holey Comfort – eine kurze Geschichte zu einem kurzen Jäckchen


Vom eigentlichen Muster/Design ist nicht viel übrig geblieben. Die Löcher und was besonders gefiel, der Schnitt. Da geht noch mehr, zumal die MaPro von 25 M auf 10 cm sehr geliebt wird.
Beim Aufnehmen der Maschen für die Ärmel habe ich etwas geschummelt, indem sie links gestrickt bzw. aufgenommen wurden. Bin bekanntlich kein Freund dieser Methode, es gefällt einfach nicht (siehe hier und da).


Bei aller Liebe zu langen Ärmel, ging der gewaschene und am Tage im Büro ausgeführte „Holey Comfort“ dann doch zu weit äh zu lang. Half alles nichts und ja, eine MaPro wurde gemacht.
Also positiv gedacht, denn so konnte das „glatt rechts gestrickte, nicht rollende ENDE“ erneut erprobt werden. Zur Sicherheit wurde dann während der Verkürzung noch eine völlig unnötige „linke Masche“ eingebaut und Frau war so pingelig, erneut zu ribbeln. Natürlich nur aus Testgründen 😦


Es scheint als ob die Abschlusslösung mit diesem schweren Leinengarn super funktioniert. Trotzdem muss diese Variante zunächst noch an anderen Garnqualitäten erprobt werden, bevor sich aus dem Fenster gelehnt wird 🙂 Jede Wette, dass es rollt.

Daten/Fakten:
Design: Holey Comfort von „Jutta von Hinterm Stein“
Größe: S
Garn: Lana Grossa, Linea Pura Solo Lino
Farbe: 03 (rosa)
Verbrauch: 450 g
Nadelstärke: 2,5/3,00/3,25 mm
Ravelry-Projektseite

Und jetzt, auf ein NEUES. Wieder ein Design von Jutta, „herbsttauglich“ und Stashabbau. Herz, was willst du mehr 🙂

Das nicht rollende, glatt rechts gestrickte Ärmelende oder auch nicht

Der Holey Comfort hat im Original nicht nur Löcher, sondern auch einen mäßigen Anteil an linken Rippen. Die grundsätzliche Konstruktion erschien kompliziert und deshalb wurde diese zusätzliche Schwierigkeit weggelassen. Rippen weglassen und das hier 🙂 Nun, man wird älter.

I-Cord Abschlüsse funktionieren dank dem  „Same, Same“  und deshalb soll der Holey ein „nicht“ rollendes, glatt rechts gestricktes Ende ohne I-Cord nehmen.

Herrjemine, immer diese Selbstüberschätzung 😉

Man findet bei Ravelry so einiges an Anleitungen/Tipps und es wurden etliche ausprobiert und viel Zeit verschwendet. Letztendlich gibt es jetzt einen eigenen Weg.

Ärmel mit unbefriedigendem Abschluss (nach irgendeiner Anleitung aus dem Netz)
HoleyComfort_Aermel_3

Ärmel mit glücklichem Ende
HoleyComfort_Aermel_2

Vorsichtshalber erneut in Wasser tunken und hoffen, dass er „unrollbar“ bleibt.

Vom Scheitern, der Farbigkeit, einer Erkenntnis und dem Wanderling

Resteverwertung ist so eine Sache für sich.
Vom Dessine-moi un Mouton (der wirklich oft getragen wird und erneut auf der Wunschliste steht) und der Same, Same but different (schon da hätte ein Licht aufgehen müssen) sind etliche Reste übrig geblieben und nachbestellt wurde auch irgendwann.
Ein Übergangsjäckchen für den Waldspaziergang, wenn der Wind den Hang hinaufgeweht kommt und es die Frau plötzlich fröstelt.

Da hängt es nun, noch nicht vernäht und schon ungeliebt. Fehler sollte man maximal 1x wiederholen.

Erkenntnis: Mehrfarbigkeit ist eine Kunst und wird nur noch nach Anleitung/Vorgabe gestrickt. Basta!

Hier noch die Fakten (bevor geribbelt wird).
Daten/Fakten:
Design: Wanderling als Jacke von Isabell Krämer
Größe: S
Garn: Geilsk, Bomuld og uld
Nadelstärke: 3,00 mm

 

Der Weg ist das Ziel …

Kaum zu glauben,

Holey Comfort 2017
„Altrosa“, ehrlich 🙂

aber das wird ein Sommerjäckchen aus herrlich weichem Leinengarn von Lana Grossa. Die Maschenprobe ich ordentlich daneben und das Garn viel zu schwer. Läuft also alles auf das gewohnte Chaos hinaus 🙂
Fröhliches Hin und Her im festen Glauben an die Designerin „Jutta von Hinterm Stein“ und ein bisschen verliebt in diese verrückten Konstruktionen.

Ich will Sommer-Jacke

Der Palomino-Effekt der Wollmeise Pure wollte sich bei dem Ley Lines nicht einstellen. Das edle Zeugs muss langsam weg und ist gut zu ribbeln.

Der Plan: Raiun von Kirsten Johnstone. Eine alte Kamelle aus 2012 aber …
nahtlos, von oben und … Rippen, sogar „wandernde Rippen“ 🙂


Der Kragen rollt etwas ein. Einweichen und trocknen lassen?
Besser ist das wohl! Gibt ja noch genügend ANDERES zu tun.

Jetzt hat sie eine Big Sister,

ihr Taschen-Vordiplom und ist ausgesprochen glücklich mit allem.
Sie ist nur 400 g „leicht“, hat eine mitdenkende Konstruktion, einen ungewöhnlichen Kragen, tiefe Taschen (die gut gelungen sind 😉 ) und Rippen. Yeah!


Tipps/Anregungen:

Stur nach Anleitung stricken. „Jutta von Hinterm Stein“ hat alles bedacht und die Teile finden sich am Ende zu einer schönen Jacke. Nur die Ärmelbündchen habe ich konventionell gestrickt (also nicht quer, wie in der Anleitung angegeben).

Big Sister

Erstaunlich in wie viele Richtungen man stricken, Maschen ab- und sofort wieder aufnehmen kann.

Big Sister

Denkzettel:
Öhm!? Wieder die Air, all-in-one und A-Form. Zum Kuscheln etwas mehr Weite untenrum (oben ist optimal).

Daten/Fakten:
Design: Jutta von Hinterm Stein
Variante: All-in-One mit Taillierung (A-Form)
Größe: M
Garn: Drops, Air
Farbe: 4 (grau)
Verbrauch: 400 g
Nadelstärke: 4,50/5,00 mm
Ravelry-Projektseite

Big Sister

Vordiplom in der Tasche

Endlich habe ich mein Taschen-Vordiplom bestanden.
Big SisterOkay, ich habe mehr als 3 Versuche gebraucht und letztendlich Hilfe bei
Ravelry gesucht und gefunden. 100%ig ist es noch nicht, aber ein glattes „Befriedigend“. Da ist also noch Luft nach oben 😉
Big SisterDemnächst dann die Big Sister an der Frau 😀

Ich habe keine „große Schwester“, … noch nicht ; -)

aber anscheinend einen Jacken-Fimmel.
Das muss etwas mit dem Alter(n) zu tun haben. Zwiebelalter? Wer weiß?
Auf jeden Fall hat die „Queen of Beilauffaden“ zufällig ein All-in-one-Garn entdeckt, bei dem man getrost auf den 2ten Faden verzichten kann und trotzdem den Filzi-Effekt  erreicht.
bigsister_februar_2017
Die Dropsleute hatten die Alpakaqualitäten im Januar reduziert und die „Air“ ist genau mein Ding. Für einen Ärmel braucht es gerade 48 g und da könnten 500g bei einer Lauflänge von 150 m (50 g) glatt für einen knöchellangen Mantel reichen. Taschen kommen auf jeden Fall dran.
Wäre doch gelacht, Anneli 😀

Filzi 2017

Gerade noch geschafft
Raglanjacke
bevor der Schnee im Hintergrund komplett weggetaut ist.
Ein schlichter Raglan, mit einer Filznote und einem mächtigen Schalkragen. Alles gut soweit, nur die Knöpfe haben etwas auf sich warten lassen.
Raglanjacke
Vielleicht ein Hauch zu weit im Brustbereich. Da entsteht auf beiden Seiten so eine Wulst, zu viel Weite oder ein zu schmaler Schalkragen?

Daten/Fakten:
Design: Raglan von oben
Größe: 36 in Übergröße
Garn: Permin Alma und Lana Grossa Cool Wool Big Melange
Farben: Alma 886001/Big Melange 315
Verbrauch: Filzi muss noch auf die Waage
Nadelstärke: 4,50 mm
Ravelry-Projektseite: Filzi

Raglanjacke
Genörgel:
Nichts zu meckern, bis auf die extra Weite obenrum.

Fazit/Erkenntnisse:
Wohlig warm, schöne Farbmelange und die Erkenntnis das mir Raglan an den Schultern optimal passt.
Beim nächsten Schalkragen etwas mehr auf die Balance von oben nach unten achten. Die verkürzten Reihen hätten vielleicht noch tiefer (Richtung Bündchen) gehen dürfen.
Raglanjacke
Nobody is perfect.
Ich schon erst recht nicht 😉

Neues Jahr, neues Glück

Und, alle gut ins neue Jahr gerutscht?
Ich wünsche allen ein gesundes, inspirierendes, kreatives und produktives 2017.

Hier gibt es keine guten Vorsätze oder Jahreswörter. Solche Dinge habe ich abgelegt.
Dafür ein frisches Projekt auf den Nadeln und es wird dauern. Wäre doch noch schöner, wenn liebgewonnene Gewohnheiten aufgegeben würden.

Die Cassis von Thea Colman (Baby Cocktails) aus der Gilliatt von De Rerum Natura. Den Kragen werde ich allerdings umkehren, wegen der fetten „Rippen“.

Cassis 2017

Der Filzi aus dem Frühjahr 2016 ist kürzlich fertig geworden und muss NUR noch fotografiert werden. Glatt rechts aber dafür einen Schalkragen mit verkürzten Reihen und „Rippen“ 😉 Ausgiebig getragen und auf Tauglichkeit geprüft ist er schon.

Raglanjacke 2017