Das nicht rollende, glatt rechts gestrickte Ärmelende oder auch nicht

Der Holey Comfort hat im Original nicht nur Löcher, sondern auch einen mäßigen Anteil an linken Rippen. Die grundsätzliche Konstruktion erschien kompliziert und deshalb wurde diese zusätzliche Schwierigkeit weggelassen. Rippen weglassen und das hier 🙂 Nun, man wird älter.

I-Cord Abschlüsse funktionieren dank dem  „Same, Same“  und deshalb soll der Holey ein „nicht“ rollendes, glatt rechts gestricktes Ende ohne I-Cord nehmen.

Herrjemine, immer diese Selbstüberschätzung 😉

Man findet bei Ravelry so einiges an Anleitungen/Tipps und es wurden etliche ausprobiert und viel Zeit verschwendet. Letztendlich gibt es jetzt einen eigenen Weg.

Ärmel mit unbefriedigendem Abschluss (nach irgendeiner Anleitung aus dem Netz)
HoleyComfort_Aermel_3

Ärmel mit glücklichem Ende
HoleyComfort_Aermel_2

Vorsichtshalber erneut in Wasser tunken und hoffen, dass er „unrollbar“ bleibt.

Jetzt hat sie eine Big Sister,

ihr Taschen-Vordiplom und ist ausgesprochen glücklich mit allem.
Sie ist nur 400 g „leicht“, hat eine mitdenkende Konstruktion, einen ungewöhnlichen Kragen, tiefe Taschen (die gut gelungen sind 😉 ) und Rippen. Yeah!


Tipps/Anregungen:

Stur nach Anleitung stricken. „Jutta von Hinterm Stein“ hat alles bedacht und die Teile finden sich am Ende zu einer schönen Jacke. Nur die Ärmelbündchen habe ich konventionell gestrickt (also nicht quer, wie in der Anleitung angegeben).

Big Sister

Erstaunlich in wie viele Richtungen man stricken, Maschen ab- und sofort wieder aufnehmen kann.

Big Sister

Denkzettel:
Öhm!? Wieder die Air, all-in-one und A-Form. Zum Kuscheln etwas mehr Weite untenrum (oben ist optimal).

Daten/Fakten:
Design: Jutta von Hinterm Stein
Variante: All-in-One mit Taillierung (A-Form)
Größe: M
Garn: Drops, Air
Farbe: 4 (grau)
Verbrauch: 400 g
Nadelstärke: 4,50/5,00 mm
Ravelry-Projektseite

Big Sister

Vom „Hero“ zum „Zero“

Lief super, echt.
We can be heroes Maerz 2016Und lief, und lief, bis …

We can be heroes Maerz 2016_1
nach der Hälfe, des zweiten Ärmels, klar war „DIE WOLLE WIRD NICHT REICHEN“, außer es wäre ein bauchfreies Modell gewünscht.

Keine Sekunde wurde an andersfarbige Ärmel, Color-Blocking oder so verschwendet. Das kam nicht in Frage – man beachte die gewählte Zeitform. Bei Ravelry kann man nachlesen, dass man für die Ärmel ruhig etwas weniger Maschen aufnehmen kann, als vorgeschrieben. Das hätte aber auch nichts mehr rausgerissen.

600 g mit einer LL von 100m auf 50g, einer MaPro von 23,5 Maschen x 30 Reihen und ein, wenn auch nicht übertriebenes Zopfmuster, reichen nicht aus. Es muss an der MaPro gearbeitet werden und/oder die Zöpfe müssen weg. Huch, weg?

Weg, ist wie nie gehabt.

We can be heroes Maerz 2016_2

Ansonsten ist die Anleitung wirklich klar, gut durchstrukturiert und sehr übersichtlich. Keine seitenlangen Ausführungen über Zu-/Abnahmen etc. Also daran hat es wirklich nicht gelegen.

PS @ Anneli
Sprachen wir nicht neulich von Wollkalkulation? Auch „von oben“ kann da einiges, wenn nicht alles, schief gehen 🙂
PS:
Keine Beileidsbekundungen. Die „Verschenkende“ ist schon informiert und verzeiht den vergeblichen Versuch 😉

Herzensprojekt II. – S vs. M – Doppelherz

Entscheidungsproblem, weil es mir so am Herzen liegt und unbedingt gut werden muss.
We can be heroes Februar 2016_2
Größe S:
Mit lockerer Fingerhaltung (wir üben und probieren) und linksgerichtete Zunahme aus dem Querfaden, lt. Anleitung.

We can be heroes Februar 2016_SGröße M:
Alles wie gehabt. Verkrampfte Finger und linksgerichtete Zunahmen (lifted increase – wie ich es vom Socken her kenne :- )-
Das Maschenbild wesentlich gleichmäßiger und die Zunahmen gefallen mir viel besser.
We can be heroes Februar 2016_M
Jetzt, wo ich das so sehe … M! Ja, M!
Lieber übergroße, luftige Hitze und krumme Finger 🙂

RVO Marshmallow – aus lauter Not mit Rollkragenzunge :-)

Geplant war ein völlig problemloser Raglan-Winterpulli mit rundem Ausschnitt (2 re – 2 li oder so). Das hat nicht ganz hingehauen.
Der Halsausschnitt war von Anfang an sehr groß und sehr tief.

Raglan von oben Halsausschnitt

Wer einst dem Dessine-moi un Mouton  die Stirn zeigte den Ausschnitt verkleinert hat, der hat keine Angst mehr 🙂 und so hat mich die Übergröße völlig kalt gelassen. Den krieg ich schon klein.
Maschen aufgenommen, 2 re 2 li über anfangs 4-5 Reihen, dann über 10 Reihen und je mehr Reihen es wurden, umso blöder sah das aus.
Dann nach D-Mum-Variante glatt rechts über die Ausschnittsmaschen und am vorderen Halsausschnitt einige verkürzte Reihen eingearbeitet.
Das hat prima funktioniert – auch wenn man den Übergang doch sieht. Dann wieder normales Halsbündchen und schnell wieder geribbelt.
Voll Schei…
So ist der Rollkragen eigentlich aus der Not geboren.
Er ist etwa 21 cm bzw. 24 cm lang und damit er den vorderen Aufnahmebereich noch etwas mehr kaschiert, sind hier auch einige verkürzte Reihen eingebaut.
Und ehrlich, kein Fake. Natürlich habe ich 2 Versuche gebraucht. Keine Ahnung welchen Zweck die „Zunge“ auf dem Rücken haben sollte.
Das war aber nun wirklich nicht tragisch, die paar Reihen. Pah!

Tätä, die Rollkragenzunge war geboren 😉 Ob ich mir jetzt endlich mal etwas patentieren lassen kann?

Raglan von oben Rollkragen 2016 7(Ich erhebe jetzt frechweg ein Copyright * grins)
Damit kann ich sehr gut leben. Ich bin äußerst zufrieden mit dem Ergebnis. Gefällt und ist echt kuschelig.

Daten/Fakten:
Design: Mein Marshmallow
Größe: 36/38/40 🙂
Garn: Permin, Alma
Farbe: 886001
Verbrauch: ca. 110 g
Garn: La Commerciale Tessile
Farbe: 22
Verbrauch: ca. 500 g
Nadelstärke: 4,50 mm Cubics
MaPro: glatt rechts 18 x 24
Ravelryprojektseite: Das Marshmallow-Männchen

Raglan von oben Januar 2016 3Ausnahmsweise mal Maße, allerdings vor der Wäsche. Obacht Frau P.
Länge: ca. 62 cm
Umfang: ca. 102 cm
Innenarmlänge: 45 cm
Rollkragen: 21 cm (Zunge 24 cm)
Bündchen: 7-8 cm

Raglan von oben Januar 2016 2

Obacht/Wenn ich es noch mal zu tun hätte:
Der Halsausschnitt ist größer als nötig geraten. Ich hätte mir die verkürzten Reihen vorne für den Ausschnitt sparen können, wenn ich ihn gleich in einer „vernünftigen“ Größe und Tiefe gestrickt hätte. Anscheinend überwog die Angst, dass mein „Dickschädel“ da nicht durchpassen könnte.

Raglan von oben Januar 2016 5

Fazit:
Ein katastrophenarmes Projekt. Fast langweilig, wenn man vom Ausschnitt/Rollkragen absieht.

Tipp (hauptsächlich an mich).
Niemals, nie nicht, auf gar keinen Fall bei Temperaturen über 0 Grad anziehen. Nicht auszuhalten.
Das fühlt sich nach wenigen Sekunden an, als ob man ein eigenes und völlig überdimensioniertes Blockheizkraftwerk eingebaut hätte.

Raglan von oben Januar 2016 4

Ach die Cubics (hatte ich versprochen):
Die 4,5 mm fühlen sich wie 4,00 mm Nadeln an und das ist für mich sehr angenehm. Ich kann nichts Negatives über sie berichten. Ob sie allerdings die Finger und/oder Gelenke schonen …da halte ich mich raus. Knubbel und Schmerzen an den Gelenken verschwinden auf wundersame Weise leider nicht. Da ich dabei bin meinen Strickstil zu ändern, sprich die verkrampfte Fingerhaltung zu lockern, werde ich sie wieder benutzen und den normalen 4,5 mm Nadeln vorziehen.

Und nicht vergessen:
Wer genauso schön schreiben möchte wie … (nicht das ich wieder einen Anpfiff kriege ;-)) der schaut HIER vorbei, aber ratsfatz. .

Guten Rutsch + Naima – die Krux mit den Taschen

Die Anleitung für die Naima ist wirklich gut und Frau kann nicht erwarten das jeder Pups ausführlich beschrieben wird.
Die Taschen werden also angenäht und gut. Gut?

Das Dropsvideo war genauso wenig hilfreich wie das Blättern in meinem Strickalmanach von Vogueknitting.
Ich kann nicht gut erklären was ich da von innen so gemacht habe. Tut mir Leid. Am problematischsten war das seitliche Anheften an das Strickstück (nicht das Zusammennähen der eigentlichen Tasche).

Montagefoto
Naima Tasche Versuch
Beim 3. Versuch saß sie dann einigermaßen da wo sie hingehört.

Naima Tasche rechts

Die Zweite sieht entsprechend besser aus, ist aber sicherlich nicht so wie es soll.
Naima Tasche links

Übung macht den Meister – was man übrigens vor Weihnachten gut bei der Projektmanagerin verfolgen konnte – und aufgeben gilt nicht. Es wird also garantiert noch ein Taschenprojekt geben.
Das Beste zum Schluss.

ICH WÜNSCHE EUCH ALLEN EINEN GUTEN RUTSCH, EIN GESUNDES NEUES JAHR 2016 UND IMMER EIN KILO WOLLE UNTERM BETT.

Die Coast von Holst

Eine ganz persönliche und sehr subjektive Meinung:
Ich hatte sie mir, trotz der LL von 350m auf 50g etwas fülliger vorgestellt.

Holst-Coast_01
Im normalen Strickmodus liege ich bei 28/29 M und ca. 42 R. mit N 3,0 mm.
Ich habe also bewusst versucht „Locker“ zu stricken. Das war/ist dem Strickbild meiner Meinung nach nicht zuträglich, denn es ist viel unregelmäßiger als sonst. Abendliche Neuansätze und auch den „Verfall“ in die normale Strickroutine kann man deutlich erkennen.
Ich finde, sie ist nicht reißfest, aber ich bin keine Strickerin die arg zerrt und zupft. Das ist okay.
Ab und an schleichen sich etwas dünner verspinnte Abschnitte ein.  Geschmacksache, mich hat es an einigen Stellen genervt.

So wie ich sie verstrickt habe, ist sie leicht, luftig aber nicht „löchrig“ Es sind noch einige Ballen im Vorrat

Holst_Coast_Februar2015

und die werden „sommerlich“ verstrickt oder ich versuche es mal mit 2 Fäden.
Nach der WaMa ist der Hint of Summer etwas in der Länge geschrumpft, das sollte man bedenken.

Das hilft jetzt nicht wirklich, oder?
Ich verweise auf Ravelry, dort gibt es sogar eine Holst-Gruppe. Da findet man zu allem eine andere Meinung 😉

So Frau P.!
Ich bin raus. Also was Rezensionen angeht. Mich quälen ganz andere Strickprobleme 🙂