Das nicht rollende, glatt rechts gestrickte Ärmelende oder auch nicht

Der Holey Comfort hat im Original nicht nur Löcher, sondern auch einen mäßigen Anteil an linken Rippen. Die grundsätzliche Konstruktion erschien kompliziert und deshalb wurde diese zusätzliche Schwierigkeit weggelassen. Rippen weglassen und das hier 🙂 Nun, man wird älter.

I-Cord Abschlüsse funktionieren dank dem  „Same, Same“  und deshalb soll der Holey ein „nicht“ rollendes, glatt rechts gestricktes Ende ohne I-Cord nehmen.

Herrjemine, immer diese Selbstüberschätzung 😉

Man findet bei Ravelry so einiges an Anleitungen/Tipps und es wurden etliche ausprobiert und viel Zeit verschwendet. Letztendlich gibt es jetzt einen eigenen Weg.

Ärmel mit unbefriedigendem Abschluss (nach irgendeiner Anleitung aus dem Netz)
HoleyComfort_Aermel_3

Ärmel mit glücklichem Ende
HoleyComfort_Aermel_2

Vorsichtshalber erneut in Wasser tunken und hoffen, dass er „unrollbar“ bleibt.

Der Weg ist das Ziel …

Kaum zu glauben,

Holey Comfort 2017
„Altrosa“, ehrlich 🙂

aber das wird ein Sommerjäckchen aus herrlich weichem Leinengarn von Lana Grossa. Die Maschenprobe ich ordentlich daneben und das Garn viel zu schwer. Läuft also alles auf das gewohnte Chaos hinaus 🙂
Fröhliches Hin und Her im festen Glauben an die Designerin „Jutta von Hinterm Stein“ und ein bisschen verliebt in diese verrückten Konstruktionen.

Jetzt hat sie eine Big Sister,

ihr Taschen-Vordiplom und ist ausgesprochen glücklich mit allem.
Sie ist nur 400 g „leicht“, hat eine mitdenkende Konstruktion, einen ungewöhnlichen Kragen, tiefe Taschen (die gut gelungen sind 😉 ) und Rippen. Yeah!


Tipps/Anregungen:

Stur nach Anleitung stricken. „Jutta von Hinterm Stein“ hat alles bedacht und die Teile finden sich am Ende zu einer schönen Jacke. Nur die Ärmelbündchen habe ich konventionell gestrickt (also nicht quer, wie in der Anleitung angegeben).

Big Sister

Erstaunlich in wie viele Richtungen man stricken, Maschen ab- und sofort wieder aufnehmen kann.

Big Sister

Denkzettel:
Öhm!? Wieder die Air, all-in-one und A-Form. Zum Kuscheln etwas mehr Weite untenrum (oben ist optimal).

Daten/Fakten:
Design: Jutta von Hinterm Stein
Variante: All-in-One mit Taillierung (A-Form)
Größe: M
Garn: Drops, Air
Farbe: 4 (grau)
Verbrauch: 400 g
Nadelstärke: 4,50/5,00 mm
Ravelry-Projektseite

Big Sister

Ich habe keine „große Schwester“, … noch nicht ; -)

aber anscheinend einen Jacken-Fimmel.
Das muss etwas mit dem Alter(n) zu tun haben. Zwiebelalter? Wer weiß?
Auf jeden Fall hat die „Queen of Beilauffaden“ zufällig ein All-in-one-Garn entdeckt, bei dem man getrost auf den 2ten Faden verzichten kann und trotzdem den Filzi-Effekt  erreicht.
bigsister_februar_2017
Die Dropsleute hatten die Alpakaqualitäten im Januar reduziert und die „Air“ ist genau mein Ding. Für einen Ärmel braucht es gerade 48 g und da könnten 500g bei einer Lauflänge von 150 m (50 g) glatt für einen knöchellangen Mantel reichen. Taschen kommen auf jeden Fall dran.
Wäre doch gelacht, Anneli 😀

Mein Whippet

Mein Whippet wippt richtig schön. whippet-2016-1
Die Waschmaschine hat dem Leinengarn die Sturheit ausgetrieben.
whippet-2016-2
Der Kragen bzw. die Blende sitzt nicht wie angegossen. Wahrscheinlich stimmt etwas nicht mit der gewählten Größe. Auch nach 3 Projekten bleibt die Sache mit der Contiguous-Methode doch noch rätselhaft. Unterschiedliche Größen gewählt und trotzdem sitzt es an den Schulter nie wie geplant/gedacht/gewünscht.

Aber sonst …
whippet-2016-5
… sollte ein Faden am Rückenteil ordentlicher vernäht werden und die Jacke könnte etwas knitterfreier sein 🙂 Was mich auf eine Frage bringt … die ich dringend stellen muss.
Wie lagert man seine gestrickten Jacken ordentlich?
ICH „werfe“ sie, hingebungs- und liebevoll gewickelt/gefaltet 😀 auf einen Regalboden im Kleiderschrank und dann … passiert, was passieren muss. Manche entfalten sich wunderbar von alleine und andere (siehe oben) haben Druckstellen.
Hat jemand eine praktische Lösung für mich?

Daten/Fakten:
Design: Whippet (long) von Fallmasche (Ankestrick)

Größe: ein Mix aus S (Blende), M (Körper) und L (Ärmel)
Garn: Katia, Lino (100% Leinen)
Farbe: 8
Verbrauch: 440 g
Nadelstärke: 3,5 + 3,75 mm
Ravelry-Projektseite: Mein Whippet

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Was in den letzten 2 Monaten stricktechnisch geschah? – Wenig

Es macht ja keinen Sinn neue Wolle zu kaufen, wenn man nicht sagen kann wie lange die Finger noch mitspielen. Also wird der Stash weiter ausgedünnt.

Katia Lino, Farbe 8 (Hellgrau), Baujahr 2010

whippet_3-juli-2016

Dieses Leinengarn ist wirklich speziell. Ein leicht silbriger Glanz und so störrisch wie ein Esel. Alle Hoffnung ihr die Sturheit auszutreiben setze ich in die Waschmaschine. Wenn es denn soweit ist. Dauert noch ein kleines Weilchen.

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A hint of summer, ohne Arm – wieder aufgetaucht

Den  „Hint of summer“  in einer ärmellosen Variante zu stricken ist nicht schwierig. Etwas über ein Jahr Strickzeit allerdings … nicht sehr zeitnah. Andererseits, wer braucht bei dem Wetter schon ein solches Teil.
Der Plan war ein Unisex-Shirt zu stricken. Soll heißen, es sollte kein Vorne oder Hinten geben. Irgendwann habe ich das dann vergessen und den Kragen im hellblauen Teil ausgearbeitet. Doof.

Hint of Summer ohne Arm 2016_1

Daten/Fakten:
Design: A hint of summer von Isabell Kraemer
Größe: M
Garn: Holst Coast
Verbrauch: lächerliche 135 g
Nadelstärke: 3,25 mm
MaPro: 28/29 M x 42 R
Ravelry-Projektseite

Genörgel:
Bisschen eng am Kragen.

Hint of Summer ohne Arm 2016_3

Denkzettel:
Wenn, dann bitte auch an den Plan denken. Dusseltier!

Hint of Summer ohne Arm 2016_2
PS

Den Fingern zu liebe wird es hier in Zukunft etwas ruhiger zugehen. Ganz aufgeben gilt aber nicht.

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Mütter und Häkelbeutel – eine gefährliche Kombination

Als die Mutter im A R D -Buffet den „gemeinen“ Häkelbeutel für sich entdeckte, war die Freude groß. Die Sockenwollreste – die unter dem Bett schlummern – würden auf eine sehr elegante Weise verschwinden. So der Plan – mein Plan.

In der Realität verschwanden nicht nur die lange gehüteten Reste, nein, ganze Knäule in den herrlichsten Farben und kostbarsten Zusammensetzungen. Auch meine Tränen in den Augen konnten sie nicht hindern. „Du strickst doch gar keine Socken mehr, lass mich mal in DIE Kiste gucken.“

Geblieben sind mir die dunklen, unifarbenen Qualitäten und die 6-fach Wolle. Der Mann hat also doppelt Glück. Für ihn kann noch produziert werden und – was in meinen Augen das größere Glück ist – er bekommt KEINEN Häkelbeutel geschenkt.
Haekeltasche April 2016

Das Ding wiegt ungefüllt schon fast 500 g (das wären 5 Paar Socken gewesen) – sie nimmt den Faden doppelt. *Heul*

Stricken und filzen – ein Arbeitsgang

Langsam kommen hier Verlustängste auf. Solch ein Stashabbau wie in letzter Zeit ist doch nicht normal.
Jetzt muss schon wieder ein uralt Garn aus der Unterbettkommode herhalten. Mir wird schon ganz komisch, ehrlich.
Diesmal hilft die – neuerdings so geliebte – Alma der Merino Big Melange von Lana Grossa auf die Sprünge,
Raglan Jacke Maerz 2016
In dieser Kombination überrascht sie mich mit einer ganz anderen, neuen Optik. Gestrickter Filz 🙂
Unglaublich. Wie macht sie das nur?
Wenn es klappt, dann stehen ca. 600 g Altlast nur 125 g Neukauf gegenüber. Ich sag ja, mir wird schon ganz komisch.

An mich:
Ich muss sämtliche Alma-Bestände in unserem kleinen Lädchen aufkaufen. Nicht, dass das mit dem Stashabbau irgendwann stockt, nur weil keine Alma mehr im Haus ist.

RVO Marshmallow – aus lauter Not mit Rollkragenzunge :-)

Geplant war ein völlig problemloser Raglan-Winterpulli mit rundem Ausschnitt (2 re – 2 li oder so). Das hat nicht ganz hingehauen.
Der Halsausschnitt war von Anfang an sehr groß und sehr tief.

Raglan von oben Halsausschnitt

Wer einst dem Dessine-moi un Mouton  die Stirn zeigte den Ausschnitt verkleinert hat, der hat keine Angst mehr 🙂 und so hat mich die Übergröße völlig kalt gelassen. Den krieg ich schon klein.
Maschen aufgenommen, 2 re 2 li über anfangs 4-5 Reihen, dann über 10 Reihen und je mehr Reihen es wurden, umso blöder sah das aus.
Dann nach D-Mum-Variante glatt rechts über die Ausschnittsmaschen und am vorderen Halsausschnitt einige verkürzte Reihen eingearbeitet.
Das hat prima funktioniert – auch wenn man den Übergang doch sieht. Dann wieder normales Halsbündchen und schnell wieder geribbelt.
Voll Schei…
So ist der Rollkragen eigentlich aus der Not geboren.
Er ist etwa 21 cm bzw. 24 cm lang und damit er den vorderen Aufnahmebereich noch etwas mehr kaschiert, sind hier auch einige verkürzte Reihen eingebaut.
Und ehrlich, kein Fake. Natürlich habe ich 2 Versuche gebraucht. Keine Ahnung welchen Zweck die „Zunge“ auf dem Rücken haben sollte.
Das war aber nun wirklich nicht tragisch, die paar Reihen. Pah!

Tätä, die Rollkragenzunge war geboren 😉 Ob ich mir jetzt endlich mal etwas patentieren lassen kann?

Raglan von oben Rollkragen 2016 7(Ich erhebe jetzt frechweg ein Copyright * grins)
Damit kann ich sehr gut leben. Ich bin äußerst zufrieden mit dem Ergebnis. Gefällt und ist echt kuschelig.

Daten/Fakten:
Design: Mein Marshmallow
Größe: 36/38/40 🙂
Garn: Permin, Alma
Farbe: 886001
Verbrauch: ca. 110 g
Garn: La Commerciale Tessile
Farbe: 22
Verbrauch: ca. 500 g
Nadelstärke: 4,50 mm Cubics
MaPro: glatt rechts 18 x 24
Ravelryprojektseite: Das Marshmallow-Männchen

Raglan von oben Januar 2016 3Ausnahmsweise mal Maße, allerdings vor der Wäsche. Obacht Frau P.
Länge: ca. 62 cm
Umfang: ca. 102 cm
Innenarmlänge: 45 cm
Rollkragen: 21 cm (Zunge 24 cm)
Bündchen: 7-8 cm

Raglan von oben Januar 2016 2

Obacht/Wenn ich es noch mal zu tun hätte:
Der Halsausschnitt ist größer als nötig geraten. Ich hätte mir die verkürzten Reihen vorne für den Ausschnitt sparen können, wenn ich ihn gleich in einer „vernünftigen“ Größe und Tiefe gestrickt hätte. Anscheinend überwog die Angst, dass mein „Dickschädel“ da nicht durchpassen könnte.

Raglan von oben Januar 2016 5

Fazit:
Ein katastrophenarmes Projekt. Fast langweilig, wenn man vom Ausschnitt/Rollkragen absieht.

Tipp (hauptsächlich an mich).
Niemals, nie nicht, auf gar keinen Fall bei Temperaturen über 0 Grad anziehen. Nicht auszuhalten.
Das fühlt sich nach wenigen Sekunden an, als ob man ein eigenes und völlig überdimensioniertes Blockheizkraftwerk eingebaut hätte.

Raglan von oben Januar 2016 4

Ach die Cubics (hatte ich versprochen):
Die 4,5 mm fühlen sich wie 4,00 mm Nadeln an und das ist für mich sehr angenehm. Ich kann nichts Negatives über sie berichten. Ob sie allerdings die Finger und/oder Gelenke schonen …da halte ich mich raus. Knubbel und Schmerzen an den Gelenken verschwinden auf wundersame Weise leider nicht. Da ich dabei bin meinen Strickstil zu ändern, sprich die verkrampfte Fingerhaltung zu lockern, werde ich sie wieder benutzen und den normalen 4,5 mm Nadeln vorziehen.

Und nicht vergessen:
Wer genauso schön schreiben möchte wie … (nicht das ich wieder einen Anpfiff kriege ;-)) der schaut HIER vorbei, aber ratsfatz. .