Kein Westfälischer Friede

Ich fühle mich wie nach 30 Jahren Krieg und einem Jahr anstrengender, vergeblicher Friedensverhandlungen. Es gibt keinen Frieden für mich und meinen „Rosigen Zeiten“-Rolli. Basta! Der letzte Akt war die erneute Verlängerung, indem die Zöpfe nun mustergemäß und früher angestrickt wurden.

Vorher

Nachher

Noch nie wurde an einem Strickgut soo lange rumgewerkelt, geändert, ausprobiert, geribbelt und was weiß ich noch. Jedes mal wurde es statt besser nur noch schlimmer.

Ich bin meilenweit davon entfernt „Perfekt“ zu sein, weder im wahren noch im strick-technischen Leben. Ich kann mit Fehlern leben und dazu stehen, aber nicht mit dieser Verlängerung.

Schluss, Aus, Vorbei, ende Gelände. Schade um die vielen vergeblichen Maschen. Nicht mit mir!

Heute war die letztmalige Anprobe und ich erspare euch und mir Tragefotos. Meine persönliche Schmerzgrenze ist nun erreicht und es wird keine neuen Friedensverhandlungen geben. Einzig unklar ist, ob alles gleich im Müll landet oder komplett geribbelt wird. Die Entscheidung verschiebe ich etwas, denn im Moment bin ich wohl „auf Krawall gebürstet“.

PS

Dann kaufe ich mir eben noch einmal einen neuen Winterpulli 🙂

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Das Zauberwort

für meinen persönlichen Frieden mit der Verlängerung der „Rosigen Zeiten“ heißt

YARNOVER BRAID.

Beschrieben hat diesen „One-Color Yarnover Braid“, Nancy Bush in Ihrem Buch „Folk Knitting in Estonia“ auf Seite 49. Ja, ja ein Sockenbuch – ich kann halt nicht aus meiner Haut.

Ich habe gegoooooogelt, aber außer Hinweisen auf Ihr Buch nichts passendes gefunden. Wenn sich jemand dafür interessiert, dann bitte ein PM an mich. Ich versuche es dann gerne zu erklären. Der Abstand zum ersten Zopf stimmt nicht, aber das kann ich als Designelement verkaufen 🙂

Auf jeden Fall ist der Rolli nun tragbar und den Übergang von der letzten rechten auf die linke Masche ist nicht so krass wie bei den anderen Versuchen. Stellt sich die Frage, ob ich die Ärmel der Symmetrie wegen ebenfalls noch angehe.

Tragebilder später (es ist ausnahmsweise kein Rolli-Wetter) mit der Armkugel zusammen  😉

Meine Verlängerungsvariante

nach diesem Eintrag von meiner Verlängerungs-Leidensgenossin war klar „Ich grafte nicht“. Nach mittlerweile 4 vergeblichen und recht unansehnlichen Versuchen des Anstrickens, habe ich nun (wahrscheinlich :-)) meinen Frieden gefunden.
Man kann noch nicht viel erkennen?
Seitdem ich angefangen habe das gute Stück zu verlängern, ist es von mal zu mal kürzer geworden 🙂 Die Idee kam gestern abend und ich könnte mich in den Hintern beißen, denn als Sockenstrickerin hätte ich darauf schon viel früher kommen können. Diese Variante wird jetzt gnadenlos durchgezogen, denn ich will im kommenden Winter etwas von meinen „Rosigen Zeiten“ haben.
Meinungsäußerungen sind ausdrücklich erwünscht, schließlich kann man den „Ansatz“ gut erkennen. Ich bin gespannt.
PS
Und diese Variante verkaufe ich allen als Designelement, darauf könnt Ihr wetten 😉

Besserwisserei

vom Ei. Natürlich sieht es bescheiden aus, war ja abzusehen. Ich wollte die geneigte Leserschaft nur noch einmal vor „solchen“ Versuchen warnen 🙂 Last die Finger davon, bringt nix, nur Ärger. Es handelt sich um ein 5 M rechts, 3 M links ff. Popelmuster mit eingefügten Zöpfen. Nichts besonderes.

Also ran an ein „kleines“ Probestückchen und dann heißt es „graften“

PS: Und es hat „bumm“ gemacht. Okay, es war ein Bümmchen 🙂

Knubbel Hin oder Her

Frau Projektmanagerin wird ja „graften“ und es wäre doch ehr langweilig wenn ich ebenfalls sofort die „richtige“ Methode wählen würde 🙂

Deshalb versuche ich die Verlängerung erneut direkt (also gegengleich) anzustricken. Ob mit Zopfmuster, wird spontan, nach dem ersten Versuch, entschieden.

PS Sommer sieht anders aus.

Der Charmeur (der seit geraumer Zeit übrigens seinen Charme, also die Haare, verloren hat) und ich, holen uns dank Sommer mind. zweimal am Tag einen nassen Hintern.

2011 geht in die Verlängerung/Teil1

Das Warten hat ein Ende.

Verlängerung Rosige Zeiten

Die 5er Partie passt eindeutig besser als die 9er.
Also Frau P., wenn die Dissertation dann endlich raus ist, könnten wir loslegen. Oder sollte ich mir besser einen entscheidenden Vorsprung verschaffen (bei meinem Strick-Tempo)?
Allerdings muss ich vorher den Baby-Kleinkram fertig haben, vorher geht gar nix. Das könnte als noch dauern.

 

Kurzer Rückblick auf 2011

Angeregt durch diesen Post von der Projektmanagerin gebe auch ich mal kurz einen verspäteten Rückblick auf das Strickjahr 2011. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes zu KURZ geraten.

Anfangs stand der chaotische Rippen-Rolli, der letztendlich doch gut gelungen ist (meine arme Armkugel). Leider fehlten bisher die tiefen Temperaturen, um ihn gebührend auszuführen.

Die Sockenproduktion braucht hier nicht näher Erwähnung finden (ich habe ja 2011 angefangen mich langsam von dieser Sucht zu befreien). Sie sind alle (2 Paar :-)) okay und ohne größere Schwierigkeiten fertig gestellt worden. Die, die verschenkt wurden, passten an den dafür vorgesehenen Füßen.

Meine, nein die „Nostalgie“

hätte nach meinem Geschmack ruhig etwas länger sein dürfen. Da ich aber zu diesem Zeitpunkt stricktechnisch nicht wusste was ich tat, ist sie jetzt so und bleibt es. Ein dickes Übergangsjäckchen, durch das es untenherum etwas zieht.

Die „Rosigen Zeiten“ welche nun insgesamt zu kurz geraten sind (noch ein Wortspiel), ist dass Problemkind des Jahres 2011.    Sie schreit förmlich nach einer erneuten Verlängerung. Unklar an welchen Stellen und mit welcher Wolle, da kein Gramm mehr übrig ist. Hier muss und wird 2012 etwas passieren.

Cowls, nun!
Der Big Herringbone Cowl

könnte (wen wundert’s?) einen Hauch länger sein, um nicht zu sagen: „Er ist zu kurz“. Ein wenig länger und er hätte diesen „Lässigen-Look“. So wärmt er halsnah oder hängt schlapp an mir herab.

Der Lava-Flow-Cowl

  hingegen ist optimal gelungen.

Bleiben die Hedgerow Mitts.

Sie sind keinesfalls zu lang oder gar zu kurz geraten. Ein eindeutiges Erfolgsprojekt zum Jahresabschluss. Danke Lena!

Zahlenmäßig und ich liebe Zahlen (im Gegensatz zu Buchstaben + Satzzeichen 😉 ) sieht es für 2011 nicht schlecht aus. Natürlich habe ich meine Wollvorräte übers Jahr gesehen, nicht dezimiert, wer tut das schon? Auch wenn die Anzahl der Projekte nicht so umfangreich (schönes Wortspiel) war, steht der Wollverbrauch bei über 2 kg und das ist ein Rekord.

Vorsatz für 2012 gefällig?
Gelassenheit, besser Lässigkeit. Es muss doch möglich sein, die Strickerei etwas lockerer anzugehen. Ich möchte auch mal auf diese ominöse MaPro von 20 Maschen auf X Reihen kommen, ohne dafür Baumstämme in die Hand nehmen zu müssen.

Vorläufig: Rosiges Fiasko

oder besser doch „Rosige Zeiten“?

Daten/Fakten:

Modell: ./.

Design: ./.

Garn: Lana Grossa, Mano; Farbe: 28

Größe: Schulterbreite 39 cm

Verbrauch: 497 g 😉

Nadelstärke: 3,75 mm Knit Picks

Start: ca. 14. August 2011 Ende: ca. 19. November 2011

Obacht!

Nie, never, auf gar keinen Fall

– nachträglich auf die Idee kommen ein, mit Kreuzanschlag gearbeitetes Bündchen aufzutrennen, um es zu verlängern.

Fazit

Nett! Tragbar! Rollkragen witzig und nicht zu eng. Bündchen für’n Arsc……

PS Ich will jetzt einen fertiger Baumwoll-Rolli und nicht zum x-ten mal am Bündchen pfriemeln. Ich steh‘ zu meinem Fehler (mehr oder weniger) und außer Euch sieht das eh‘ keiner. Die Rosen am Hang blühen wirklich noch.

Strickschlauch-Verlängerung oder

Finger weg vom Bündchen!

Es funktioniert nicht, klappt nicht, einfach Mist. Finger + Schere weg vom Kreuzanschlag, vergebene Liebesmühe. Es ENDET in einer kleinen Katastrophe.

Augenzwinkern AN

Danke für die zahlreichen, nicht eingegangenen, Warnungen. Ihr habt mich schön auflaufen lassen. Lass sie mal machen, wird schon sehen was sie davon hat.

Augenzwinkern AUS

So sind die „Rosige Zeiten“ doch noch zu einem „Rosigen Fiasko“ geworden.

Schade, aber ich habe keinen Nerv die Maschen oberhalb der Ribbelkante aufzunehmen und das Bündchen zum 4x zu stricken, oder doch?

Warten wir den Wasch-/Trocknungsvorgang ab und dann entscheide ich.