Freude und Leid im Textloft

Erinnert sich noch jemand an den wunderschönen und so inspirierenden Strickloft-Blog von Martine? Ich sage nur „Musterbücher“.

Den gibt es ja leider schon länger nicht mehr, aber HIER ist zu lesen wie Nahe Freude und Leid beieinander liegen.

Ich drücke ganz fest die Daumen.

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Hi Leute

Nachdem mich Martine für meinen ersten Eintrag so gelobt hat, habe ich mir gedacht, ich übernehme diesen Blog solange SIE nicht FIX im Kopf ist. SIE arbeitet nun schon ewig an ihrem „Grauen Knack“ und ich habe echt gedacht, es wird ein knöchellanger Mantel. Weitgefehlt, SIE hat den Körper insgesamt schon 2mal und die Ärmel sowieso geribbelt.
Soll SIE doch sehen wo SIE bleibt. Ich mache hier jetzt mal weiter – solange SIE mich lässt.

Ich habe ihr ein Foto bei Ravelry gemopst und zeige euch mal, was SIE sonst so getrieben hat.

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SIE hört einfach nicht auf mich. Bestell doch mal was „Dickes“ sage ich zu ihr, dann müssen die Leute auch nicht so lange auf neue Einträge warten. Und? Genau, warum auch auf mich hören.
Ihr seht ja selbst, wieder so „Dünnes Zeug“ und dann läuft SIE dem Trend auch noch hinterher.
Die Holst Coast ist fast schon out und SIE gibt eine Bestellung für das Zeug auf.
Ein „Trend-Hinterher-Läufer“. Womit habe ich das verdient?

Unterschrift2014

Der unfotografierbare mobile Rollkragen

ist keine Erfindung von mir, leider 🙂
Ihr braucht keine neue Sehhilfe, hier ist wirklich alles verschwommen.
Nach Fertigstellung wollte er sich partout nicht Ablichten lassen, er ist einwenig schenant.

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Nur einmal (während der Produktion) war er willens sich einigermaßen an der Frau fotografieren zu lassen.

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Abgeschaut habe ich diese Idee übrigens bei Cecily Glowik MacDonald

Dieser Rollkragen – und er rollt wirklich – wird irgendwann einen farblichen Akzent am Yacanapulli setzen. Wenn genug Wolle übrig bleibt, gibt es vielleicht auch noch einen Ersatzrollkragen in der Originalfarbe.

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Daten/Fakten
Design/Anleitung: Muster L 26 🙂 aus Alte deutsche Lochmuster aus “Strick-Musterstreifen in der Schule” bei Strickloft (Martine) bzw. die Anleitung auf meiner Projektseite (Ravelry-Link)
Garn: Monika Design, Yacana Alpaka Superfine
Farbe: 44886 blau
Partie: 87184
Verbrauch: 50 g

Anleitung:
180 M mit Nadel Nr. 3,5 mm anschlagen, weiter mit Nadel 3,00 mm.
2 li,7 re, 2 li, 7 re bis zum Ende wiederholen und zur Runde schließen. *Edit* In jedem 2. glatt rechts Abschnitt das Muster L 26 stricken.

Muster L 26 (Seite 59-60) aus
Alte deutsche Lochmuster aus “Strick-Musterstreifen in der Schule”.
Diese Anleitung gibt es im Strickloft (bei Martine) gratis.

Nach 2 Mustersätzen + 7 Rd. in den glatt rechts Feldern jeweils eine Masche am Ende (k2tog) abnehmen.
Nach weiteren 7 Rd. im Muster wieder in den glatt rechts Feldern am Anfang jeweils eine Masche (SSK) abnehmen. Diese beiden oben beschriebenen Abnahmereihen noch 3 mal wiederholen.
Noch weitere 6 Reihen im Muster stricken. Locker bleiben abketten und freuen!

Der Loop L26, der Geburtstag der Urzeit-Freundin und das ICH

Da geht man fast 30 Jahre neben, hinter oder vor einem Menschen her und dann das.

Wir tapsen also vor dem nicht unbedingt herbeigesehnten Geburtstag so durch die Stadt und plötzlich diese Äußerung: „Ich finde diese dicken Loops total Schei..“

Schon einmal ein blödes Gesicht gesehen?

Diese Frau trägt seit Jahren immer etwas um den Hals und dann dieser Spruch. Nach der ersten Schockstarre war klar, das lasse ich mir nicht bieten :-), dafür habe ich doch nicht wochenlang gestrickt.

Der Geburtstag ist also da – wobei ich in den letzten Jahren leider nie vor Ort war – schnell noch einen Blumenstrauß gekauft und samt Loop zum Kaffee.

Jetzt konnte ich ein blödes Gesicht begucken. Der Blumenstrauß gefiel sehr und um den Loop wurde herumgedruckst. Ich habe mir brav ihre vergeblichen Abwehrversuche angehört und nicht darauf reagiert. Nicht mit mir.

Dann tauchte der Rest der Kaffeegesellschaft auf und plötzlich ging alles ganz schnell.

„Oh, was ist der schön. Hast Du den geschenkt bekommen?“ Ihr hättet das funkeln in ihren Augen sehen sollen.

Und in diesem Moment zahlten sich 30 Jahre neben, hinter oder voreinander hergehen aus. Ein kurzer Blick, meine innerliche Zustimmung und der Loop hatte eine würdige Trägerin gefunden.

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Ein aktuelleres Foto habe ich nicht zu bieten. Auf die geplanten Rippen habe ich verzichtet und einfach nach der letzten Musterreihe abgekettet.

Hier diesmal keine Details, nur soviel.
Das Muster L 26 (Seite 59-60) stammt aus
Alte deutsche Lochmuster aus “Strick-Musterstreifen in der Schule”

Danke Martine (Strickloft) ohne Deine unermüdliche Arbeit wäre auch dieses Projekt/Verschenktes Geburtstagsgeschenk nicht zustande gekommen.

Details bei Ravelry

180 cm Liebe

180 cm ungewaschene und ungespannte Liebe.

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Lange genug hat die Fertigstellung gedauert. Die 20 zusätzlichen Zentimeter sollten den Hals des Liebsten besonders schön warmhalten. Mit diesem Schal wurden gleich zwei Wünsche erfüllt. Der des Mannes und einer von meinen vielen. Endlich habe ich ein Muster aus „Alte deutsche Piqué-Muster aus Strick-Musterstreifen in der Schule“ umsetzen können. Ich bin ein Fan von Reversiblen Muster bei Schals und so stand Musternummer 31 ganz oben auf der Liste.

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Daten/Fakten

Design: Muster 31 (Seite 70) aus Alte deutsche Piqué-Muster aus Strick- Musterstreifen in der Schule

Garn: Regia, Sockenwolle 6fädig

Farbe: 91 Tweedgrau

Partie: 65071

Bezugsquelle: ?????

Länge: 180 cm

Breite: 25 cm

Verbrauch: knapp 300 g

Nadelstärke: 3,75 mm KnitPicks

Start: 2. Versuch 10.09.2013

Ende: 30.11.2013

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Fazit

Wenn man den Anfang gefunden hat, dann läuft es wie von selbst. Das Muster erschließt sich nach kurzer Zeit von alleine und man muss nicht ständig auf die Anleitung schauen.

Obacht/Wenn ich es noch mal zu tun hätte

Beim 1. Versuch habe ich einfach drauflos gestrickt. Da war blöd und unüberlegt. Der Rand des Schals rollte sich nach innen und das wurde auch nach einem Bad nicht besser. Hier im 2. Versuch habe ich einen Perlmusterrand über 3 Maschen gestrickt. Da rollt nix mehr, aber vielleicht hätten 2 M zur „Rollverhinderung“ auch schon gereicht.

Wenn ich es noch mal zu tun hätte

Dann würde ich auch am Anfang und Ende 2-3 Reihen Perlmuster stricken. So wird der Schal im Ganzen vom Perlmuster eingerahmt und man erhält ein einheitliches Bild. Tja, für diesen Schal kam die Erkenntnis zu spät – der Mann brauch diesen Winter einen Schal und nicht irgendwann.

Die ONline Linie 16

ist mit ihren 160 m Lauflänge schier endlos und sehr ergiebig.

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Von oben nach unten

Zunächst Muster L 18 (Seite 44) aus Alte deutsche Lochmuster aus “Strick-Musterstreifen in der Schule”

Dann „Oblique Openwork“ (Seite 55) aus „Sensational Knitted Socks“ von Charlene Schurch.

Muster L9 (Seite 26) aus Alte deutsche Lochmuster aus “Strick-Musterstreifen in der Schule”

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Da mir die Rückseite besser gefällt – ihr wisst schon, wegen der Rippen – habe ich sie kurzerhand zur Vorderseite erklärt. Dieses Muster muss ich an den riesen Lappen noch mal anhängen, denn ich fürchte (so bei näherer Betrachtung) ich habe die Rückreihen nicht entsprechend der Anleitung gestrickt. Die Knubbel zwischen den Rippen sehen bei Martine doch etwas anders aus.

 

Kurze Werbepause

Martine hat, wie nicht anders zu erwarten, gestern (aus der Sicht eines Fußballfans natürlich zu einem taktisch völlig unklugen Zeitpunkt) die Mustersammlung der  Cornelia Mee veröffentlicht. Auch wenn Tichiro es schon in den höchsten Tönen gelobt hat, will ich es mir auch diesmal nicht nehmen lassen Werbung für Martine zu machen. Wenn Sie weiterhin die Mustersammlungen in diesem Tempo veröffentlicht, brauche ich dafür bald eine eigene Rubrik in der Sidebar. Vielleicht wird es ja auch ein „guter Brauch“. Auf jeden Fall sind die Muster auch diesmal wieder zu einem Spotpreis zu erstehen und ich kann allen, die Interesse daran haben, nur raten zuzuschlagen (bitte nicht wörtlich nehmen).

Werbetrommel für „die Muster der Éléonore Riego“ rühr

oder „Plumpe (aber ehrlich gemeinte) Anmache :-)“

Eine in Fachkreisen Aufsehen erregende Neuerscheinung, welche in streng limitierter Papierform schon längst vergriffen ist (aber allemal auch als PDF-Datei lohnenswert), möchte ich allen Lace-Strickerinnen sehr ans Herz legen.
Die Muster der Éléonore Riego aus dem Jahre 1846, gab es bisher nur in schriftlicher Form, aber dies gehört nun der Vergangenheit an.
Die, von der unermüdlichen Martine liebevoll gestrickten Muster sind jetzt mit Charts und vor allem bebildert zu haben. So viel Mühe sollte, von denen die etwas von Lace-Strickerei verstehen (also nicht von mir) entsprechend honoriert werden.
Hier geht’s zum Strick-Loft.
(Martine: Sei mir nicht böse, die verfluchten Pferde sind (mal wieder) mit mir durchgegangen. Manchmal (gaaanz selten) bin ich unsensibel, ignorant und schlimmeres 😉